SolarPLUS Berlin verlängert: Was Bauunternehmen, Planer und Architekten wissen müssen
Mehr Solardächer in Berlin: Das Förderprogramm SolarPLUS startet neu. Jetzt Fördermittel nutzen, Wettbewerbsvorteile sichern und die Solarcity Berlin voranbringen.
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SolarPLUS Berlin 2026: Warum das Förderprogramm jetzt besonders relevant ist
Berlin treibt den Ausbau der Solarenergie weiter voran. Das Förderprogramm SolarPLUS von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe wird fortgeführt und neu strukturiert. Im Haushaltsentwurf des Senats sind für 2026 und 2027 jeweils rund zehn Millionen Euro vorgesehen.
Seit dem 8. Januar 2026 können wieder Förderanträge gestellt werden. Gleichzeitig wurde das Programm vereinfacht und stärker auf größere Solaranlagen ausgerichtet.
Das Ziel dahinter: Bis 2035 will Berlin den Anteil von Solarstrom am gesamten Stromverbrauch auf 25 Prozent erhöhen, der 2025 lediglich 5 Prozent betrug. Um diesen deutlichen Anstieg zu erreichen, soll der Ausbau insbesondere auf großen Dachflächen vorangetrieben werden, etwa auf Mehrfamilienhäusern, Gewerbebauten und Industriehallen.
Was ist das SolarPLUS Förderprogramm?
Das Förderprogramm SolarPLUS wird von der Investitionsbank Berlin (IBB) umgesetzt und unterstützt Projekte rund um Photovoltaik und Stromspeicher.
Alle Infos zur Förderung und Antragstellung gibt es auf einen Blick unter Förderungen.
Der Fokus liegt auf:
• Photovoltaikanlagen
• Solarstromspeicher
• Anpassungen der Gebäudetechnik (z. B. Zählerschränke)
• Planungsleistungen, Gutachten und Konzeptentwicklung
• Sonderlösungen wie Gründach-Photovoltaik oder denkmalgerechte Anlagen
Welche Projekte profitieren jetzt besonders?
Die neue Ausrichtung der Förderung macht das Programm attraktiv für Projekte mit großen Dachflächen oder innovativen Energiekonzepten.
1. Mehrfamilienhäuser mit Mieterstrom-Modellen
Große Wohngebäude bieten enorme Dachflächen für Solarenergie. Durch Fördermittel für Speicher und Planung lassen sich wirtschaftliche Mieterstromkonzepte einfacher realisieren.
2. Gewerbe- und Industriehallen
Berlin setzt gezielt auf große Dachflächen in der Wirtschaft. Gerade Logistikimmobilien oder Produktionsgebäude sind ideal für leistungsstarke PV-Anlagen.
3. Photovoltaik auf denkmalgeschützten Gebäuden
Hier werden Mehrkosten für spezielle Lösungen gefördert – ein entscheidender Hebel für Architekturbüros mit Projekten im Bestand.
4. Gründach + Photovoltaik
Die Kombination aus Gründach und Solaranlage wird explizit unterstützt – ein wachsender Trend im nachhaltigen Städtebau.
Gebäudetechnik wird immer vernetzter
Programme wie SolarPLUS zeigen, dass sich die Gebäudeplanung grundlegend verändert. Energieerzeugung, Speicherung und Gebäudetechnik wachsen immer stärker zusammen. Photovoltaik ist längst nicht mehr nur ein Dachthema. Sie wird Teil eines intelligenten, vernetzten Gebäudesystems zusammen mit Energiemanagement, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen und Smart-Building-Technologien.
Hier setzt die gedatec als Fachmesse für vernetzte Gebäudetechnik an. Die gemeinsame Plattform für die drei Gewerke Elektro-, SHK- und Dachdecker-Handwerk zeigt, wie moderne Gebäudetechnik heute gedacht wird: vernetzt, energieeffizient und digital gesteuert. Vom 13. bis 15. Oktober 2026 bekommen Bauunternehmen, Planer und Betreiber auf dem Gelände der Messe Berlin einen praxisnahen Einblick in aktuelle Technologien und Entwicklungen der Gebäudetechnik.

Berlins größte Solar-Dachanlage erstreckt sich über 16 Hallendächer der Messe Berlin. Mit rund 7,5 MW installierter Leistung zählt sie zu den größten Solar-Dachanlagen Deutschlands. v. l. n. r.: Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, und Dr.-Ing. Kerstin Busch. (Foto: Messe Berlin GmbH)