Elektro, Dach und SHK 2026: Gewerkeübergreifende Zusammenarbeit ist wichtiger denn je
2026 stehen die Gewerke Elektro, Dachdecker und SHK vor denselben zentralen Fragen: Wie gelingt die Energiewende im betrieblichen Alltag? Wie arbeiten die Gewerke effizient Hand in Hand?
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Photovoltaik, Wärmepumpe, Wallbox, Speicher: Was früher getrennte Welten waren, wächst immer mehr zusammen. Das Dach liefert Strom. Die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik nutzt ihn für Wärme. Die Elektroinstallation steuert und verteilt. Kein Gewerk arbeitet mehr für sich allein. Wer effizient bauen will, muss vernetzt denken – technisch und organisatorisch. Doch wie steht es um die Gewerke übergreifende Zusammenarbeit? Auf dem Neujahrsempfang der Innungen Klima.Innung.Technik 2026 tauschten sich dazu Vertreterinnen und Vertreter der Gewerke aus.
Gewerkeübergreifende Zusammenarbeit in der Praxis
Die Zusammenarbeit zwischen den Gewerken läuft heute deutlich besser, meint Bert Rümpel, Geschäftsführer Elektro Rümpel: „Alle Gewerke brauchen die Elektrofachkraft nach wie vor und noch viel intensiver als in den vorangehenden Jahren.“ Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang der Innungen zeigen den erfolgreichen Austausch zwischen Handwerk, Industrie und Politik, doch in den Landkreisen sieht Rümpel noch Potenzial ganz im Sinn des gedatec-Mottos „Vernetzt euch.“
Tobias Schnabel, Vertriebsleiter Dachdeckereinkauf Ost e. G. ergänzt: „Das Wissen, das wir uns gegenseitig brauchen, läuft schon ganz gut. SHK, Dach und gerade auch das Elektrohandwerk haben eine große Aufgabe, gerade bei PV-Anlagen und beim klimaneutralen Bauen.“ Er ist der Ansicht, dass die Zusammenarbeit gewerkeübergreifend noch besser und reibungsloser laufen könnte.
Von der Zusammenarbeit profitieren alle: „Gewerkeübergreifende Zusammenarbeit von SHK, Elektro und Dachdeckerhandwerk ist natürlich für uns ganz wichtig und wir brauchen sie auch, um auf dem Markt bestehen zu können“, betont Andreas Schuh, Obermeister SHK-Innung Berlin.
Plattform für vernetzte Gebäudetechnik
Für Planer, Architekten, Projektentwickler und Bauunternehmen ist es wichtig, alles aus einer Hand zu erhalten. Dafür sei es notwendig, “ein Gebäude als ganzes Produkt zu sehen und zu denken”, sagt Steffen Gresitza, Vorstand und Dachdeckermeister GresiDach Service AG.
Genau hier setzt die gedatec an: als Fachmesse für die gewerkeübergreifende Praxis vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin. Sie ist eine zentrale Plattform für vernetzte Gebäudetechnik, die das Know-how der Gewerke bündelt. Damit ergänzt sie die belektro als gemeinsame Bühne für smarte Gebäudelösungen. Die Messe verbindet und fördert den fachlichen Austausch sowie die Kooperation der Gewerke.
Andreas Stoye, Inhaber Paech Elektro, sieht den konkreten Mehrwert für die Betriebe: „Bei der gedatec freue ich mich auf jeden Fall darauf, Hersteller zu treffen, die ich vorher auf der belektro nicht erreichen konnte. Wir nehmen unsere Mitarbeiter mit, ermöglichen ihnen den Messebesuch und den direkten Kontakt zu Herstellern von Wärmepumpen oder Wechselrichtern, um Fragen zu Anschlüssen, Inbetriebnahme oder Integration in Energiemanagementsysteme zu klären.“
Bert Rümpel bemerkt eine steigende Nachfrage: „Mit der gedatec erreichen wir viele Handwerker in der Region – viel mehr als noch vor einigen Jahren. Ich glaube, das wachsende Interesse wird dazu führen, dass wir uns stärker vernetzen, und deswegen brauchen wir diese Messe hier dringend bei uns in Berlin und Brandenburg.“
Für Andreas Koch-Martin, Geschäftsführer SHK-Innung Berlin, präsentiert die gedatec die Innovationskraft der Region in der Gebäudetechnik: „Wir sind in der Metropolregion Berlin-Brandenburg, einer der wichtigsten Start-up-Regionen Deutschlands. Mit der gedatec zeigen wir, wie innovativ unsere Region ist und wie wir Herausforderungen der Energiewende sowie der Digitalisierung in der Haustechnik meistern.“

Andreas Schuh, Obermeister der SHK-Innung Berlin, im Gespräch mit Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey beim Neujahrsempfang der Innungen 2026. Foto: Jana Evers

Den Neujahrsempfang der Innungen nutzten die Gäste für den regen Austausch wie zum Beispiel Steffen Gresitza (Mitte), Vorstand und Dachdeckermeister GresiDach Service AG. Foto: Jana Evers