Smart Home: Energie, Komfort und Effizienz vereint
Wie werden Photovoltaik, Wärmepumpe und Batteriespeicher zum intelligenten Energiesystem? Die gedatec zeigt, wie vernetzte Gebäudetechnik Energie effizient nutzt, Kosten senkt, und Komfort erhöht.
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Wenn Gebäude zu Energiemanagern werden
Mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe, Wallbox und Batteriespeicher steigt die Zahl der Energiequellen und Verbraucher im Gebäude. Damit wächst die Herausforderung, die verschiedenen Systeme intelligent miteinander zu vernetzen und optimal aufeinander abzustimmen.
Hier liegt einer der wichtigsten Trends im Smart-Home-Markt. Statt einzelne Geräte unabhängig voneinander zu steuern, entwickeln sich Gebäude zu intelligenten Energiesystemen, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch automatisch koordinieren. Welche Technologien diese Entwicklung prägen, zeigt die gedatec, Fachmesse für vernetzte Gebäudetechnik, vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin.
KI macht Energiesysteme effizienter
„Der Solarstrom sollte dort genutzt werden, wo er entsteht“, sagt Klaus Ott von Lingg & Janke. Moderne Smart-Home-Lösungen sorgen dafür, dass selbst erzeugter Strom gezielt für Wärmepumpe, Batteriespeicher oder das Laden von Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Das senkt Energiekosten, erhöht den Eigenverbrauch und entlastet das Stromnetz.
Für das Energiemanagement gewinnt Künstliche Intelligenz an Bedeutung. Moderne Systeme berücksichtigen Wetterprognosen, Stromtarife und Verbrauchsmuster, um Energie möglichst wirtschaftlich einzusetzen. So kann die Steuerung beispielsweise entscheiden, ob Solarstrom direkt genutzt, gespeichert oder zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden soll.
„KI unterstützt heute vor allem das Energiemanagement von Batteriespeichern. Sie hilft dabei, selbst erzeugten Solarstrom und zugekaufte Energie so zu steuern, dass die verfügbare Energie möglichst effizient und wirtschaftlich genutzt wird“, ergänzt Klaus Ott. Dadurch lässt sich der Nutzen von Photovoltaikanlagen weiter steigern.
Offene Standards schaffen Zukunftssicherheit
Damit Geräte verschiedener Hersteller langfristig und zuverlässig zusammenarbeiten können, gewinnen offene Kommunikationsstandards zunehmend an Bedeutung. Einer der wichtigsten Standards in der Gebäudeautomation ist KNX.
„KNX Secure bietet eine sichere und zukunftsfähige Basis für Smart Homes. Dank des standardisierten KNX-IoT-Protokolls bleibt das System offen für die Integration moderner IoT-Plattformen und zukünftiger Technologien“, erklärt Marco Koyne, Unternehmensinhaber von Koyne-System-Elektronik.
Smart Home live erleben auf der gedatec
Wie intelligente Gebäudetechnik im Alltag funktioniert, präsentiert das E-Haus des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) auf rund 100 Quadratmetern in Halle 6.2. Dort werden Anwendungen vorgestellt, die Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit miteinander verbinden.
„Im E-Haus zeigen wir, wie moderne Gebäudetechnik auf Basis des KNX-Standards unterschiedliche Systeme intelligent miteinander vernetzt. Die Lösungen schaffen echten Mehrwert, erhöhen die Energieeffizienz und helfen dabei, Kosten zu senken“, sagt Klaus Ott.
Fachbesuchende erleben unter anderem:
• die Vernetzung von Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur
• KNX-basierte Smart-Home-Lösungen
• die intelligente Einbindung von Haushaltsgeräten
• KI-gestützte Assistenzsysteme
• automatische Lichtsteuerungen
• diskrete Sturz- und Bewegungserkennung
Gebäudetechnik verbindet die Gewerke
Photovoltaik, Wärmepumpe, Energiespeicher und Gebäudeautomation wachsen zunehmend zu einem Gesamtsystem zusammen. Deshalb gewinnt die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit weiter an Bedeutung. Als Weiterentwicklung der belektro bringt die gedatec die drei Gewerke Elektro, SHK und Dachdecker zusammen und schafft neue Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung.
„Auf der gedatec freuen wir uns besonders auf die ,VernetztEuch-Lounge‘ mit den drei ausstellenden Gewerken. Im E-Haus machen wir die Vernetzung verschiedener Gewerke und Technologien erlebbar. Gemeinsam möchten wir Fachbesuchenden zeigen, wie moderne Gebäudetechnik in der Praxis funktioniert und welche Chancen daraus für das Handwerk entstehen“, so Marco Koyne und Klaus Ott.

Das E-Haus auf der gedatec macht die Vernetzung verschiedener Gewerke und Technologien sichtbar. Foto: Messe Berlin GmbH

Auf 100 Quadratmeter erleben die Fachbesuchenden, wie unterschiedliche System im vernetzen Gebäude vom Dach bis in den Heizkeller integriert werden. Foto: Messe Berlin GmbH